Zusatzpflegeversicherung gibt Sicherheit fürs Alter

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Oftmals bleibt es an den Nachkommen, dem alternden Menschen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Eine Pflegezusatzversicherung kann allen Beteiligten bei dieser Aufgabe enorm unter die Arme greifen.

Verständlicherweise machen sich während ihres Arbeitslebens viele Leute keine Gedanken über eine Pflegekostenversicherung. Doch deckt eine solche Pflegeversicherung bei Inanspruchnahme die Kosten für eine 24 Stunden Pflege häufig vollkommen ab. Man muss nicht gezwungenermaßen sein eigenes Leben einschränken, um ein Familienmitglied zu pflegen, auch wenn dies besonders am Anfang schwer zu verstehen ist. Die Leistungen einer solchen Versicherung sind sehr facettenreich.

Pflegebedürftige werden von der Pflegeversicherung in verschiedene Pflegestufen eingeteilt, wovon die entsprechende Leistung welche die Pflegeversicherung zahlt, abhängig ist. Ob Pflegegeld, häusliche Pflege oder die Unterbringung in einem Heim, für alle diese Fälle gibt es je nach Pflegestufe Zuschüsse.

Es gibt Pflegestufen von 0-III, die von einem medizinischen Gutachter ermittelt werden. In Pflegestufe 0 sind in der Regel Demenzkranke eingeteilt, die neben den körperlichen auch noch geistige Erkrankungen vorweisen.

In Stufe I muss eine Pflegeaufwand von 45-90 Minuten, in Stufe II von120-180 Minuten und in Stufe II von 240-300 Minuten festgestellt werden. Bei einer täglichen Pflege von 6 Stunden wovon 3 auf die Nacht fallen, wird ein Härtefall eingeräumt.

Ein entsprechendes Pflegetagebuch erleichtert dem medizinischen Pflegedienst die Einstufung enorm und auch für den zu Pflegenden selbst ist es angenehmer, auf diese Art persönlichen Fragen aus dem Weg zu gehen. Solch ein Tagebuch ist bei jeder Krankenkasse erhältlich und sollte über einen 14-tägigen Zeitraum geführt werden.

Um im Ernstfall den Angehörigen die »Last« der Pflege zu nehmen, lohnt sich eine private Zusatzpflegeversicherung. Diese lässt sich am besten in den jungen und gesunden Jahren abschließen, da zu diesem Zeitpunkt die Kosten pro Monat am geringsten sind. Es werden in der Regel drei Pflege-Modelle angeboten. Bei einer Pflegetagegeldversicherung wird ab dem Tag an dem die Fürsorge eintritt ein Betrag bezahlt. Die Pflegekostenversicherung erstattet einen Teil der Aufwendungen, die für die Pflege anfallen. Die Pflegerentenversicherung richtet sich nach der entsprechenden Pflegestufe und der Bedürftige erhält eine vertraglich vereinbarte Rente.

Gerade die Pflege von Demenzkranken kann Angehörige physisch und psychisch schwer belasten. Ohne (finanzielle) Hilfe kann das schnell zu einem großen Problem werden – eine Pflegezusatzversicherung kann helfen. Doch dabei ist genau darauf zu achten, ob diese auch bei Demenz einspringt. Da Demenzkranke häufig körperlich noch fit sind, erhalten Sie oft keine Pflegestufe. Es gibt jedoch mittlerweile entsprechende Policen, die speziell für Demenz geeignet sind. Zwei sehr interessante Artikel zu dieser Krankheit sind auf dem Blog Der schwache Glaube erschienen. Neben einer Buchrezension zu Hanna Kappus’ “Das Leben ist ein großes, Alzheimer – ein langer Abschied” finden die Besucher die Mitschrift eines Vortrags dazu, wie mit Demenzkranken respektvoll umgegangen werden kann.

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