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Wie viel Datenvolumen brauchen Sie wirklich?

Wie viel mobiles Datenvolumen Sie brauchen, hängt davon ab, was Sie unterwegs über das Mobilfunknetz tun. Videostreaming über das Mobilfunknetz verbraucht deutlich mehr Daten als Nachrichten schreiben. Surfen im WLAN zählt nicht zum mobilen Datenverbrauch. Prüfen Sie Ihren Verbrauch über mehrere vollständige Abrechnungszeiträume und berücksichtigen Sie geplante Änderungen.

Datenvolumen wird meist in Gigabyte (GB) angegeben. Es bezeichnet die Daten, die Ihr Smartphone über das Mobilfunknetz herunter- oder hochlädt. Die WLAN-Nutzung zählt nicht dazu.

Wie viel Daten einzelne Nutzungen verbrauchen

Die Tabelle nennt Richtwerte. Der tatsächliche Verbrauch hängt von der Auflösung und den Einstellungen ab, besonders beim Video-Streaming. Auch die Inhalte und die Art der Nutzung spielen eine Rolle.

Nutzung Grober Richtwert
Video-Streaming in hoher Auflösung (HD) etwa 1,5 bis 3 GB pro Stunde laut Telekom
Netflix, HD bis zu 3 GB pro Stunde laut Netflix
Netflix, 4K/UHD bis zu 7 GB pro Stunde laut Netflix
Musik-Streaming etwa 40 bis 150 MB pro Stunde laut Telekom
Soziale Medien mit Videos etwa 0,5 bis 2 GB pro Stunde laut Telekom
Surfen im Browser etwa 20 bis 80 MB pro Stunde laut Telekom
WhatsApp-Textnachricht etwa 0,01 MB laut Vodafone
Foto oder Video in WhatsApp etwa 0,1 bis 1 MB pro Bild, 2 bis 10 MB pro Video laut Vodafone
Videoanruf über WhatsApp ungefähr 4 MB pro Minute laut Vodafone
Zoom-Videocall in HD ungefähr 13 bis 20 MB pro Minute laut Vodafone

Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Dienste und Schätzmethoden. Netflix nennt beispielsweise Werte für die eigenen Qualitätsstufen. Sie lassen sich deshalb nicht als allgemeine Formel für alle Streamingdienste verwenden. Bei sozialen Medien hängt viel davon ab, wie viele Videos automatisch starten. Textnachrichten verbrauchen wenig; Bilder, Videos und Anhänge schlagen deutlich stärker zu Buche.

Monatlichen Datenverbrauch berechnen

Wer jeden Tag 15 Minuten HD-Videos über das Mobilfunknetz streamt, verbraucht nach der Richtspanne der Telekom etwa 11 bis 22,5 GB im Monat. Die Rechnung setzt 7,5 Stunden Nutzung in 30 Tagen voraus.

Eine Stunde Musik-Streaming täglich ergibt bei der genannten Spanne etwa 1,2 bis 4,5 GB im Monat. Bei einer Stunde WhatsApp-Videoanruf pro Woche kommen Sie nach Vodafones Schätzwert auf ungefähr 1 GB in vier Wochen. Diese Überschläge helfen beim Planen, ersetzen aber nicht den Blick auf den eigenen Verbrauch.

Verbrauch am Smartphone prüfen

Auf einem Google-Pixel-Gerät finden Sie die mobile Datennutzung unter Einstellungen → Netzwerk & Internet → SIMs → App-Datennutzung. Dort sehen Sie den Gesamtverbrauch für einen Zeitraum und können prüfen, welche Apps besonders viele Daten übertragen. Bei anderen Android-Geräten unterscheiden sich Menübezeichnungen und Schritte je nach Hersteller und Softwareversion.

Auf dem iPhone öffnen Sie Einstellungen → Mobilfunk beziehungsweise Mobile Daten. Dort wird der Verbrauch nach Apps aufgeschlüsselt. Sie können die Anzeige zurücksetzen, zum Beispiel zu Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums. Um den Verbrauch mit Ihrer Rechnung abzugleichen, orientieren Sie sich eher an der Anzeige Ihres Mobilfunkanbieters. Smartphone und Anbieter zählen Daten möglicherweise unterschiedlich.

Schauen Sie sich Ihren Verbrauch über mehrere abgeschlossene Abrechnungszeiträume hinweg an. Prüfen Sie auch, ob Sie in diesen Monaten viel im WLAN waren oder ob ein Urlaub, ein neues Gerät oder besonders viele Videocalls den Verbrauch verändert hat. Wenn eine App viele Daten verbraucht, kann sie den hohen Gesamtverbrauch erklären. Prüfen Sie trotzdem, ob Ihre Nutzung in diesen Monaten Ihrem Alltag entsprach.

Warum der Durchschnitt nicht Ihren Bedarf zeigt

Die Bundesnetzagentur nennt für 2025 durchschnittlich 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat, gegenüber 7,4 GB im Jahr 2024. Ein SIM-Profil entspricht dabei nicht unbedingt einer Person, denn manche Menschen nutzen mehrere SIM-Karten. Außerdem verrät der Durchschnitt nicht, wie viele Personen deutlich weniger oder mehr verbrauchen.

Der Durchschnitt zeigt, wie viele Daten pro SIM-Profil verbraucht werden. Er sagt aber nicht, welche Tarifgröße zu Ihnen passt. Wer unterwegs meist Nachrichten schreibt und zu Hause oder am Arbeitsplatz WLAN nutzt, braucht möglicherweise weniger. Regelmäßiges Video-Streaming über das Mobilfunknetz treibt den Bedarf dagegen schnell nach oben. Nutzen Sie den Durchschnitt daher nur als Vergleichswert und richten Sie Ihre Entscheidung an Ihrem eigenen Verbrauch aus.

Wenn der Verbrauch überraschend steigt

Auch ohne bewusstes Surfen übertragen Smartphones Daten. Automatische Downloads von E-Mails und Medien übertragen Daten. App- und Betriebssystemaktualisierungen tun das ebenfalls; hinzu kommen Cloud-Synchronisierungen. Ein mobiler Hotspot, der andere Geräte mit dem Internet verbindet, zählt ebenfalls zum Datenverbrauch. Bei Videocalls werden zudem Daten in beide Richtungen übertragen.

Prüfen Sie bei einem unerwartet hohen Verbrauch zuerst die App-Übersicht und anschließend die Einstellungen für automatische Downloads, Hintergrunddaten und Medienqualität. Musikdienste wie Spotify bieten etwa einen Datensparmodus und niedrigere Audioqualität. Downloads über WLAN und das Abschalten automatischer Wiedergabe helfen ebenfalls, mobile Daten zu sparen.

So wählen Sie eine passende Tarifgröße

Nehmen Sie den typischen Verbrauch aus mehreren vollständigen Abrechnungszeiträumen als Ausgangspunkt. Addieren Sie dann absehbare Änderungen: etwa mehr Video unterwegs, regelmäßige Videocalls, Reisen oder häufigere Hotspot-Nutzung. Wenn einzelne Monate stark vom Rest abweichen, behandeln Sie sie bei der Einschätzung Ihres typischen Verbrauchs als Ausnahmen.

Prüfen Sie nach dem nächsten Abrechnungszeitraum die Verbrauchsanzeige Ihres Anbieters. So sehen Sie, ob Ihre Schätzung passt und ob Sie eine Reserve brauchen. Auf manchen Android-Geräten, darunter Pixel-Smartphones, lassen sich dafür Warnungen oder ein Datenlimit einstellen.